Parkplatzsteuer in Graz - Junge Wirtschaft Graz wehrt sich dagegen

by ingrid.karner 28.06.2010 17:03:00

Kurz vor der letzten Gemeinderatssitzung ging die grüne Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker mit einer Meldung an die Öffentlichkeit, die dem Fass den Boden ausschlägt. Im Rahmen der Verkehrsinitiative 2020 wurde laut über die Einführung einer Parkplatzsteuer für Firmenparkplätze nachgedacht.

Nicht nur, dass die massiven Erweiterungen der grünen und blauen Zonen in Graz für zahlreiche Probleme bei jungen Unternehmerinnen und Unternehmern sorgen, denkt man jetzt auch noch laut über die Vergebührung von Firmenparkplätzen nach, die den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden. Was bedeutet das genau? Parkflächen, die von einem Unternehmen im Gebiet der Stadt Graz angemietet werden um entsprechende Parkmöglichkeiten für Kunden, Mitarbeiter bzw. Geschäftspartner zu schaffen, sollen - wenn es nach den Ideen von Frau Rücker geht - extra mit Gebühren belegt werden. D. h. dass man zusätzlich zur Miete nochmals eine Art Steuer dafür an die Stadt Graz bezahlt.

Was soll damit erreicht werden. Frau Rücker argumentiert damit, dass die Parkflächen in Graz ohnehin schon sehr begrenzt sind und die zusätzliche Einfahrt von Fahrzeugen in das Stadtgebiet dadurch verhindert werden soll.

Wir haben uns unter unseren Mitgliedern umgehört und sind durchwegs nur auf empörte Reaktionen gestoßen. "Ich bin gerade in ein größeres Büro gezogen und habe 10 Parkplätze angemietet, weil sonst meine Mitarbeiter und Kunden nicht parken hätten können. Und jetzt soll ich noch zusätzlich dafür was zahlen. Warum?" war auszugsweise nur eine Reaktion von empörten Unternehmerinnen und Unternehmern.

Nicht nur, dass man mit so einer Maßnahme der Grazer Wirtschaft enorm schadet, man richtet dazu auch noch einen volkswirtschaftlichen Schaden an. Auch wir sind natürlich dafür den Umweltschutzgedanken zu leben und auf unsere Umwelt zu achten, aber diese Forderung schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. Wie soll es in Graz noch weitergehen? Fahren wir bald nur mehr mit Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitten?

Wir von der Jungen Wirtschaft Graz fordern Sie, liebe Frau Rücker auf, ein Ohr auch bei unseren Anliegen zu haben und über diese neuerliche Belastungsmaßnahme, die wieder einmal alles Unternehmerinnen und Unternehmer in Graz trifft, nochmals nachzudenken.

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